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Der Kölner Asiatische Zuchtbulle Bindu ist im Jahre 1969 auf Sri Lanka geboren; nach anderer Quelle hatte Herr Aspinall seinerzeit all seine Elefanten bis auf Assam† auf dem größten asiatischem Tiermarkt dem Sonepur Mela in der indischen Provinz Bihar gekauft.

Der 51-jährige Elefantenbulle Bindu wiegt über fünf Tonnen und ist 3,15 Meter hoch. Er hat nur rechts einen kleinen, sichtbaren Stoßzahn. Seine Schwanzquaste fehlt völlig, sie wurde ihm bei Rangeleien abgebissen.

1971 kam Bindu nach England in den Zoo von Port Lympne.

Im Jahre 1984 brach Bindu in seinem alten englischen Zoo in Port Lymphe seinem Pfleger mit einem einzigen Rüsselschlag das Genick. Einen weiteren Pfleger wollte er mit seinem Rüssel erdrosseln. Sein Pfleger hatte sehr viel Glück und konnte sich gerade noch befreien.

Seinen massigen Körper hat er immer wieder gegen den Menschen eingesetzt. In England war man froh, dass man den „Killer“ an den Kölner Zoo abgeben konnte.

Am 11.09. 2004 ist Bindu in Köln angekommen und gehörte somit zu einem der ersten Bewohner des Elefantenparks. Keiner hätte je erwartet, dass aus dem aggressiven Bullen jemals ein friedlicher Zeitgenosse werden würde. In Köln allerdings geschah das Unglaubliche. Ausgerechnet der Rüsselschläger wurde resozialisiert und ist sogar zum Ruhepol der gesamten Herde geworden. Man nimmt an, dass die Hands-Off-Haltung und somit die nicht mehr nötige Unterwerfung Gründe seiner Resozialisierung sind. Trotzdem besteht die Gefahr eines Rückfalls und deshalb hat er Ketten um die Vorderbeine, um ihn bei der Fußpflege besser kontrollieren zu können.

Bindu hat sich bisher dreizehnmal fortgepflanzt:

In Port Lympne:

  1. 08.12.1987 Totgeburt (Mutter: Rani (Neunkirchen)†),
  2. 24.06.1990 Totgeburt eines männlichen Zwillingskalbes (Mutter: Yasmin (Nyíregyháza)),
  3. 22.07.1990 Totgeburt des zweiten männlichen Zwillings (Mutter: Yasmin (Nyíregyháza)),
  4. 21.06.1993 männliche Totgeburt (Mutter: Davida† starb gut eine Woche später),
  5. 1996 Totgeburt (Mutter: Pugli†),
  6. 20.08.1998 Ashoka, männlich (Mutter: Pugli†), starb am 26.07.1999 als Handaufzucht,
  7. 12.05.2002 Kuhkalb, das von der Mutter getötet wurde (Mutter: La Petite).

In Köln:

  1. 09.05.2007 Maha Kumari, weiblich (Mutter: Thi Ha Phyu†), lebt im Zoo Köln, brachte am 26. Januar 2017 Bindus ersten Enkel, ein gesundes Bullkalb namens Jung Bul Kne zur Welt,
  2. 11.03.2008 Totgeburt (Mutter: Shu Thu Zar),
  3. 27.07.2009 Khin Yadanar Min, männlich (Mutter: Aye Chan May), lebt im Zoo Heidelberg in einer Jungbullengruppe,
  4. 25.07.2012 Bindi, weiblich (Mutter: Shu Thu Zar), lebt im Zoo Köln, tragend von Sang Raja.
  5. 16.03.2016 La Min Kyaw, männlich (Mutter: Shu Thu Zar), geboren im Zoo Köln, lebt im Zoo Pont-Scorff.
  6. 17.06.2020 Leev Ma Rie, weiblich (Mutter: Shu Thu Zar), lebt im Zoo Köln.

Von den in Port Lympne geborenen Kälbern lebt keines mehr, sie kamen bereits tot zur Welt oder starben bald danach. Es leben daher nur noch fünf seiner direkten Nachkommen, die alle im Kölner Zoo geboren wurden.

Thi Ha Phyu hat am Abend des 09. Mai 2007 Maha Kumari zur Welt gebracht und Aye Chan May gebar in der Nacht zum 27. Juli 2009 den kleinen Bullen Khin Yadanar Min. Dieser lebt mittlerweile in der Elefantenbullengruppe des Zoo Heidelberg, seine Mutter auf Pairi Daiza. Die übrigen Kinder Bindus waren zumeist Totgeburten, darunter 1990 ein Zwillingspaar und ein am 11.03.2008 in Köln tot geborenes Kalb von Shu Thu Zar. Der kleine Bulle Ashoka, geboren am 20.08.1998 in Port Lympne, Handaufzucht, starb noch nicht einjährig am 26.7.1999. Am 25.07.2012 wurde von Shu Thu Zar weiterer Nachwuchs geboren, ein Kuhkalb, das nach seinem Vater den Namen Bindi erhielt. Im März 2016 wurde sein Sohn La Min Kyaw geboren.

Am 26.01.2017 gebar Maha Kumari ein kleines Bullkalb, das den Namen Jung Bul Kne bekam und machte Bindu damit zum Großvater.

Am 25.02.2019 gab der Zoo bekannt, dass Shu Thu Zar wieder ein Kalb von Bindu erwartete. Das Kuhkalb Leev Ma Rie wurde am 17.06.2020 gesund geboren.

Am 18.03.2022 wurde die Kuh 33-jährige Maejaruad† eingeschläfert nachdem sie am Vortag Hinterbeinbrüche durch eine Auseinandersetzung mit ihm erhalten hatte.


Zukunftsplanung[]

Bindu wird nicht mehr umziehen, sondern im Zoo Köln verbleiben. Sang Raja wird zusammen mit La Min Kyaw in den Zoo Pont-Scorff umziehen. Der Jungbulle Tarak aus dem Zoo Heidelberg wird Bindu Gesellschaft leisten und später hoffentlich weiblichen Nachwuchs zeugen. Bindi die Tochter von Bindu ist tragend und wird im Sommer 2023 hoffentlich das erste weibliche Kalb von Sang Raja, nach 5 Bullkälbern, zur Welt bringen und Bindu zum Großvater machen. Hoffentlich kann er noch viele Jahre den Stoßzahnarmen Tarak dominieren und wird nicht dauernd abgetrennt sondern bleibt in der Erziehung von Jungbullen ein wertvolles mitglied der Kölner Elefantenherde.

Der Zoo gab bekannt, dass Bindu nach dem Angriff auf Maejaurad keinen direkten Kontakt mehr zur Elefantenherde des Zoos haben wird. Der Bulle Sang Raja wurde am 10.05.2022 zusammen mit Bindus Sohn La Min Kyaw an den Zoo Pont-Scorff abgegeben.


Literatur[]

Rath, Christiane: Die Elefanten zu Köln, Köln, 2008 (bes. "Steckbrief" S. 37).


Weblinks[]

Elefanten im Zoo Köln
Asiatische Elefanten
Kühe: KreeblamduanTong KoonLaongdawShu Thu ZarMarlar (2006) • Bindi (2012) • Leev Ma Rie (2020)
Bullen: BinduMoma (2017)
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