Der Safaripark Knuthenborg liegt in Maribo auf der Insel Lolland, Dänemark. Er soll nach eigenen Angaben der größte in ganz Nordeuropa sein.

Der Safaripark wurde 1969 gegründet, als Graf Adam W. Knuth, in dessen Familienbesitz sich der Park seit mehr als 300 Jahren befindet, die ersten Tiere aus Afrika (Zebras, Strauße und Antilopen) nach Bandholm bringen ließ. Heute kann man die mehr als 15 km Wege mit dem Auto befahren, um sich die mehr als 900 Tiere anzusehen, wobei man an vielen Stellen auch das Auto verlassen und die Tiere aus nächster Nähe und ohne Zäune und Gitter erleben kann.

Der Park ist in verschiedene Abteilungen unterteilt, die sich an den Kontinenten orientieren. In dem „Savanne“ genannten Bereich leben ursprünglich aus Afrika stammende Tiere wie Zebras, Giraffen, Strauße, Antilopen, Gnus und Nashörner, außerdem Watussirinder, Hausesel, Nubische Ziegen, afrikanische Zwergziegen und Schraubenhornschafe. Dazu gibt es einen separaten Bereich für Affen (Paviane) und Halbaffen (Lemuren). Aus Asien stammen Tiere wie die Wasserbüffel, das Yak, die japanischen Sikahirsche, vor allem aber die Sibirischen Tiger, die in einem eigenen Gehege untergebracht sind, das nur mit dem Auto befahren werden kann und für das strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten. Die australische Wildnis wird durch Kängurus und Emus repräsentiert, die Prärie Nordamerikas und die Pampa Südamerikas durch Bisons und Elche.

Neben dem Tierpark existiert auf dem Gelände Dänemarks größter Naturspielplatz.

Elefantenhaltung

Am 11.08.2018 gab der Safaripark bekannt, dass er drei Elefantenkühe aus dem Zirkus Arena in Dänemark im Safaripark aufnehmen will. Das Gehege dieser Tiere wird für Besucher nicht befahrbar ein. Allerdings sollen die Tiere trotzdem zu sehen sein. Bisher versucht der Safaripark noch eine Finanzierung des Projekts zu realisieren, da der Zirkus eine Ablösesumme für die Tiere fordert.

Mitte 2019 hat dann der dänische Staat für rund 1,4 Millionen Euro alle vier verbliebenen Zirkuselefanten in Dänemark aufgekauft. Dies sind die afrikanischen Elefantenkühe Lara, Jenny und Junglar des Zirkus Arena und die afrikanische Elefantenkuh Ramboline des deutschen Dompteurs Bernhard Kaselowsky. Die Tiere verblieben vorerst noch bei den bisherigen Haltern. Das Ministerium für Umwelt und Ernährung führte ein Antragsverfahren durch, bei dem sich alle interessierten Zoos um die kostenlose Übernahme der Elefanten vom Staat bewerben konnten. Die Anträge sollten bewertet und die Elefanten an den Bewerber übergeben werden, der den Elefanten die besten Haltungsbedingungen bieten kann. Ob dies dann tatsächlich der Safaripark Knuthenborg sein würde war zunächst, zumindest offiziell, noch offen.[1]

Im Oktober 2019 verkündete der Safaripark, dass man den Zuschlag für die Übernahme der vier verbliebenen skandinavischen Zirkuselefanten erhalten habe und die Elefanten im Jahr 2020 in eine noch zu errichtende Anlage im Safaripark einziehen werden. Der Safaripark plant mit einer achtmonatigen Bauzeit für die bis zu 15 Hektar große Anlage. Bis zum geplanten Umzug im Sommer 2020 werden die vier Kühe bei ihren bisherigen Haltern gepflegt.[2]

Schon im Dezember 2019 wurde mit der Vergesellschaftung von Ramboline mit den drei Kühen des Zirkus Arena begonnen. Dazu wurde die Kuh welche bisher viele Jahre allein gehalten wurde in das Winterquartier des Zirkus Arena gebracht. Die ersten Kontakte seien hoffnungsvoll verlaufen[3].

Im Mai 2020 sind die Elefanten schließlich in die große neue Halle eingezogen[4].

Quellen

https://www.knuthenborg.dk/knuthenborg-safaripark-tilbyder-cirkus-arenas-elefanter-et-muligt-hjem

https://www.knuthenborg.dk/knuthenborg-faar-elefanter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.knuthenborg.dk
  2. https://nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-hadersleben/zirkusfamilie-bereitet-sich-zukunft-ohne-ramboline-vor
  3. Video Gesundheitscheck der Circus Arena Elefanten
  4. Video Circuselefant Ramboline
  5. Einzug der Elefanten
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