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Die Asiatische Elefantenkuh Saigon war die letzte australische Zirkuselefantin. Seit Dezember 2019 lebte sie im Sydney Zoo. Dort verstarb sie am 13.02.2022.

Geburt[]

Den Meldungen im Jahr 2010 zufolge muss Saigon etwa 1955 geboren worden sein. Sie soll in Gefangenschaft geboren worden [1] und als Baby (aus einem nicht bezeichneten Land) nach Australien gebracht worden sein[2].

Circus Perry Bros[]

So ist Saigon seit gut 50 Jahren im Besitz der Zirkusfamilie des australischen Perry Brothers Circus[3]. Zusammen mit anderen Elefantenkühen (Bullen soll sie nie gesehen haben[1]) trat sie jahrzehntelang im Zirkus auf.

Gefährtinnen und Gehege[]

Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts starben dann ihre Gefährtinnen nach und nach: Burma, Ginny (gestorben 2006), Sheba (gestorben 2007) und zuletzt Minyak, die im Dezember 2009 gestorben ist[4]. Diese wurden auf dem Anwesen der Familie begraben, wo es für Saigon noch eine Anlage von 20 ha Auslauf gibt[1] (nach anderen Angaben sollen dort 80 ha zur Verfügung stehen[5]). Diese konnte sie allerdings nur für zwei Monate im Jahr nutzen, da Saigon in der übrigen Zeit mit dem Zirkus auf Reisen ist, obwohl sie nicht mehr in der Manege eingesetzt wird[6].

Kampagne "Free Saigon"[]

Mit dem Tod von Minyak entstand das Problem, dass die Haltung von Einzelelefanten in einigen australischen Bundesstaaten nicht zugelassen ist[7]. Auf die Situation von Saigon wurden die britische Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) sowie die Organisation Animals Australia aufmerksam, die ob der schwierigen Haltungsbedingungen, angesichts von Saigons Alter und ihres Alleinseins eine Kampagne zur "Freilassung" von Saigon startete, um Saigon einen Altersruhesitz mit anderen Elefanten zu verschaffen[8], die von anderer Seite (u.a. im Internet) unterstützt wurde[9][10]. Zugleich gab es eine Gegenpetition, die für den Verbleib von Saigon bei "ihrer" Zirkusfamilie, also bei den ihr vertrauten Personen, votierte[11]. Es wurde auch in der Fernsehsendung "A Current Affair" auf Saigons Lage aufmerksam gemacht[12][13]. Ein weiterer Bericht unter dem Titel "True Saigon" wurde publiziert, wonach die Zirkusfamilie aufgrund der Elefantenhaltung bedroht worden war. Vor allem aber stellte der Bericht klar, dass Saigon nicht misshandelt wurde[14][15]. Allerdings gab es Unstimmigkeiten zwischen dem Zirkus und Vertretern von Animals Australia, wonach die Elefantenkuh zunächst nach einem Gespräch zumindest in ihr vertrautes Gelände zurückkehrte, aber um den 14.03.2010 herum wieder zur fahrenden Truppe des Zirkus zurückgeholt wurde[16]. Obwohl zunächst die Meldung umging, Saigon habe ihren Ruhestand auf dem Anwesen des Circus Perry Bros angegetreten[17], scheint sie also doch weiterhin mit dem Zirkus unterwegs zu sein.

Transfer und Tod im neuen Sydney Zoo[]

Anfang Dezember 2019 wurde Saigon in den neu eröffneten Sydney Zoo in Blacktown bei Sydney verlegt. Dort hatte sie ein geräumiges Gehege mit Enrichments und Bademöglichkeiten. Zwischenzeitlich lebte sie dort mit drei Wasserbüffeln.

Am 03.12.2020 wurde vom Sydney Zoo bestätigt, dass die beiden Jungbullen Kavi und Ashoka, Sohn und Enkel von Yasmin aus dem Zoo Dublin in Irland gut angekommen sind. Diverse Videos und auch die Live-Kamera bestätigen es. Saigon hat sich sichtlich sehr gefreut, nach zehn Jahren wieder Gesellschaft zu bekommen.

Ein gutes Jahr später wurde Saigon am 13.02.2022 wegen Altersmuskelschwunds, der in der letzten Zeit ihr Wohlbefinden sehr beinträchtigt hatte, eingeschläfert.

Literatur[]

  • Nach Todesfall: "Saigon", der letzte Circuselefant, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 17 (Juni 2010), S. 41.

Weblinks[]

Einzelnachweise[]

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