Der Sumatra-Elefant (Elephas maximus sumatranus) ist eine der Unterarten des Asiatischen Elefanten, deren natürliches Vorkommen sich auf die indonesische Insel Sumatra begrenzt. Er unterscheidet sich von den anderen Unterarten durch ein zusätzliches, 20. Rippenpaar und hat ähnlich wie der Borneo-Elefant größere Ohren und ist kleiner (1,7 - 2,6 m Schulterhöhe). Er ist die hellste Unterart der Asiaten.

Wildbestände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Angaben des WWF gab es 1995 noch etwa 2.800 bis 4.800 Sumatra-Elefanten, vor allem in der zentralen Riau-Provinz. Ihr Lebensraum ist durch intensive Baumrodung gefährdet, heutige Schätzungen gehen von etwa 3.000 Tieren aus. Auch Wilderei und die Jagd nach Elfenbein gehört zu ihrer Gefährdung[1], obwohl auch die Sumatra-Bullen eher selten ausgebildete Stoßzähne haben. Zum Erhalt wurde 2004 in der Riau-Provinz ein Waldgebiet zum Tesso-Nilo-Nationalpark erklärt[2]. Auch im südlichen Bukit Barisan National Park (Provinz Lampung) lebt der Sumatra-Elefant neben den ebenfalls gefährdeten Sumatra-Tigern und Sumatra-Nashörnern unter einem gewissen Schutz.

In europäischen Zoos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den europäischen Zooelefanten gibt es einige der Sumatra-Unterart. Mit einer gewissen Unsicherheit dafür gehalten wurde etwa aufgrund ihres Aussehens die frühere Stuttgarter Kuh Molly mit starker rötlicher Behaarung, ebenso die damals älteste Elefantin in Deutschland, Vilja. Als reinblütig gelten die beiden Elefantinnen Nova und Cynthia im Tierpark Berlin. Beide haben je ein Jungtier (Horas und Cinta), deren Vater aber der birmanische Bulle Ankhor ist. Im Jahr 2009 wurden aus Indonesien zwei reine Sumatra-Elefanten in den Parc Paradisio im belgischen Brugelette importiert, die Jungtiere Valentino und Annie, die nicht miteinander verwandt sein sollen. Nach Annies Tod 2013 wurde Valentino mit Nova und Cynthia in Berlin zusammengebracht. Die drei wurden (gemeinsam mit Novas Sohn Bogor) in den Zoo Madrid gebracht, wo bisher drei Jungtiere der Sumatra-Unterart, Pilar, Vera und Hope, geboren wurden. Angesichts der geringen Zahl der Tiere ist eine dauerhafte "reine" Unterartenzucht innerhalb Europas nicht möglich. Diesbezüglich wäre eine Zusammenarbeit mit Indonesischen Zoos, oder dem Australia Zoo nötig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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