Tana
Art Loxodonta africana
Geschlecht Feminin.gif weiblich
Mutter Pori
Vater Tembo
Geburtsort Tierpark Berlin
Geburtsdatum 04.05.2001
Geschwister Kando
Halbgeschwister väterlicherseits: Matibi, Tutume, Kariba, Panya
Nachkommen Tamika, Elani
Charakter -
EEP-Nummer 20006

Die afrikanische Elefantenkuh Tana wurde im Tierpark Berlin geboren und lebt seit dem 18.07.2008 im Zoo Halle, wo sie inzwischen mit ihrer Mutter und ihren beiden Töchtern zusammenlebt.

Geburt und erste Jahre im Tierpark Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tana kam am 04.05.2001 im Tierpark Berlin zur Welt. Sie ist die älteste Tochter der Berlin-Friedrichsfelder Kuh Pori und das dritte vom dortigen Zuchtbullen Tembo gezeugte Kalb nach ihren Halbgeschwistern Matibi und Tutume. Sie hat einen jüngeren Bruder namens Kando, der noch bei seiner Mutter in Berlin weilt. Ein weiteres Bullkalb von Pori und Tembo wurde 2005 nach der Geburt von der Mutter getötet. Laut Antwort auf eine Kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus Berlin war Pori auch nach Tanas Geburt aufgeregt und hat sich erst nach ein paar Tagen beruhigt und sich an das Kalb gewöhnt[1]. Nach der "dramatischen" Geburt von Kando hat die Mutter ihr Kind gut aufgenommen. Auch Tana hatte ihren Bruder gut akzeptiert[2] und kümmerte sich um ihn[3], bevor sie ein Jahr später den Tierpark verlassen musste.

Tana wuchs im Tierpark Berlin mit ihren Halbgeschwistern Matibi und Tutume auf und entwickelte sich gut. Die drei waren Publikumslieblinge, und die Jungtiere Matibi und dann Tana wurden etwa für Kindergeburtstage aus der Anlage geholt[4]. Tana wurde auf der Außenanlage geboren und dann von den Pflegern in den Stall gebracht, wo sie und ihre Mutter "rasch und reibungslos" (Blaszkiewitz) aneinander gewöhnt wurden. Tana ist nach einem kenianischen Fluss benannt.


Leben im Zoo Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit sieben Jahren ging sie nach Halle, wo bereits seit 2006 die Kuh Mafuta† lebte, die sie aus Berlin kannte, die jedoch am 11.11.2015 gestorben ist. Wenige Monate später kam auch ihre jüngste Halbschwester Panya mit ihrer Mutter Bibi dorthin. Neben dem Bullen Abu aus dem Tiergarten Schönbrunn leben jetzt diese drei adulten weiblichen Tiere aus dem Tierpark Berlin dort zusammen, nachdem Abus Mutter Sabi an den niederländischen Safaripark Beekse Bergen abgegeben worden war. 

Tana soll sich im Anfang September 2012 auch erstmals mit dem ca. gleichaltrigen Jungbullen Abu gepaart haben. Wirklich trächtig wurde Tana allerdings erst im Frühherbst 2014 . Im Februar 2015 wurde vom Zoo Halle bekanntgegeben, dass sie trächtig ist und ihr erstes Jungtier vermutlich im Juli 2016 zur Welt kommen wird.

Die Geburten von Tana (ab Mitte Juni 2016 erwartet) und ihrer Halbschwester Panya (August 2016) sollen nicht, wie ursprünglich geplant, in der Herde stattfinden. Das liegt zum einen daran, dass das Verhalten von Bibi als unkalkulierbar gilt. Zum anderen aber auch daran, dass die ehemalige Leitkuh Mafuta† inzwischen verstorben ist. Sie hat bei der letzten Geburt von Bibi (leider vergeblich) versucht, das Kalb vor der Mutter zu schützen. Die beiden Kühe sollen in extra für sie eingerichteten Boxen werfen, dabei sollen sie aber durch das Gitter während der Geburt weiterhin Kontakt zur Herde aufnehmen können.

Am Abend des 26.06.2016 brachte Tana ein gesundes weibliches Jungtier zur Welt. Am 22.07.2016 wurde der Name des Jungtieres vom Zoo Halle, durch online - voting ermittelt, bekannt gegeben. Die Wahl fiel auf Tamika. Tana und ihr Jungtier befinden sich getrennt von der übrigen Gruppe auf der Anlage. Dies geschieht zum Schutze des Jungtieres, da Tana keine Blutsverwandte der Leitkuh Bibi ist und man nie wissen kann, ob nicht Aggressionen gegen das Jungtier auftreten können. Auch im Tierpark Berlin mussten rangniedrige Kühe  (Sabah† und Tutume ) zeitweise vor den ranghohen Tieren durch Absonderung geschützt werden, da diese versuchten sie und ihre Jungtiere wegzutreiben. Tana hat in Halle jetzt keinen Schutz durch die Leitkuh Mafuta† mehr, da diese im Vorjahr verstorben ist. Die Vergesellschaftung mit Panya und ihrem Jungtier Ayo scheint sehr gut zu klappen, jedoch wird Bibi getrennt von ihrer Tochter und deren Nachwuchs gehalten, da sie negativ auf beide Jungtiere reagiert hat.

Am 20.09.2019 wurde ihr zweites weibliches Kalb gegen Abend geboren. Mutter Tana ist souverän im Umgang mit dem Jungtier und Schwester Tamika neugierig auf Jungtier. Tanas zweite Tochter erhielt den Namen Elani.

Schon bald wird, ihre Mutter Pori aus dem Tierpark Berlin in den Zoo Halle umziehen. So soll eine harmonische miteinander verwandte Elefantengruppe im Zoo Halle entstehen, bestehend aus Tana, ihren Töchtern Tamika und Elani sowie Tanas Mutter Pori. Um Poris Umzug in den Zoo Halle, und die damit verbunde Familienzusammenführung, zu ermöglichen wurden am 11.08.2020 Panya und ihr Sohn Ayo abgegeben.

Am 20.08.2020 traff Tanas Mutter Pori im Zoo Halle ein. Die beiden Elefantenkühe konnten sich schon kurz nach der Ankunft, an einem Gitter berüsseln. Das erste Wiedersehen von Mutter und Tochter nach 12-jähriger Trennung verlief sehr positiv und die beiden Elefantenkühe erkannten sich gleich wieder. Schon einige Tage später wurden Tana und ihre Töchter auf der Außenanlage mit Pori zusammengeführt. Das Aufeinandertreffen verlief friedlich und Pori reagierte auch freundlich auf ihre Enkelinnen.


Erkennungsmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tana ist im Zoo Halle als eine der beiden adulten Elefantenkühe leicht zu erkennen. Sie ist ungefähr gleich groß wie ihre Pori besitzt aber im Gegensatz zu ihrer Mutter zwei Stoßzähne. Diese sind bei Tana jeweils deutlich länger als Poris Stoßzahn und sehr schön geformt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blaszkiewitz, Bernhard: Elefanten in Berlin, Berlin 2008, S. 98.101.109 (Kurztexte mit Fotos von Tana, ihren Halbgeschwistern und ihrer Familie mit Mutter Pori und Bruder Kando).


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elefanten im Zoo Halle
Afrikanische Elefanten
Pori | Tana (2001) | Tamika (2016) | Elani (2019)
Bullen: Abu (2001)
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