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Thi Ha Phyu† (sprich Tihapju)
Thi 20071004.jpg
Bedeutung Weiße Prinzessin
Art Elephas Maximus
Geschlecht Feminin.gif weiblich
Mutter Arbeitselefant
Vater wildlebender Bulle
Geburtsort Myanmar
Geburtsjahr Mai 1980
Charakter Leitkuh, zurückhaltend
Nachwuchs Tsje Pyan†, Aung Si†, Maha Kumari; Enkel: Jung Bul Kne
Sterbedatum 03.12.2019

Die Asiatische Elefantenkuh Thi Ha Phyu wurde im Mai 1980 in Myanmar geboren. Ihr Vater ist ein wildlebender Bulle, ihre Mutter ein Arbeitselefant.

Leben im Zoo Emmen[]

Am 08.11.1988 kam sie aus dem Arbeitscamp, in dem sie geboren wurde, in den Zoo von Emmen. Dort hat sie ihre beiden Söhne Tsje Pyan (am 23.12.1997) und Aung Si (am 03.03.2002) zur Welt gebracht. Vater der beiden Bullkälber ist Naing Thein.

Leben im Zoo Köln[]

Zur Eröffnung des Kölner Elefantenparks 2004 ist Thi Ha Phyu zusammen mit ihrem Sohn Aung Si und der bereits verstorbenen Khaing Lwin Htoo und deren Sohn Aung Bo nach Köln gekommen und war somit einer der ersten Bewohner im Elefantenpark.

Stellung als Leitkuh[]

Thi Ha Phyu hatte zusammen mit Khaing Lwin Htoo in Emmen einen niedrigen Rang in der Gruppe. In Köln wurde sie allerdings zunächst die Matriarchin. Als im September 2006 eine fünfköpfige Gruppe Elefantenkühe aus der Nähe von Bangkok kam, brach ein Kampf um diese Stellung mit Kreeblamduan aus, der Matriachin dieser Gruppe. Thi Ha Phyu konnte den Kampf um die Position der Leitkuh gewinnen und war damit alte und neue Kölner Matriachin. Später gab sie diese Rolle aber doch an Kreeblamduan ab.

Schicksal ihrer Söhne Tsje Pyan und Aung Si[]

Ihr Sohn Aung Si reiste am 20.04.2007 zusammen mit Aung Bo aus Köln ab in Richtung La Reserva del Castillo de las Guardas bei Sevilla (Spanien), wo bereits sein Bruder Tsje Pyan lebte. Während Aung Bo 2012 neuer Zuchtbulle im Zoo Chester wurde, blieben die beiden Söhne von Thi Ha Phyu in Castillo de las Guardas, wo sie beide im April 2017 aufgrund einer Lebensmittelvergiftung ums Leben kamen.

Geburt von Tochter Maha Kumari[]

Am Abend des 09.05.2007 brachte Thi Ha Phyu ihr drittes Kalb zur Welt. Nach zwei Bullkälbern hat sie im Beisein der anderen weiblichen Kölner Elefanten ein Kuhkalb geboren. Da das Kuhkalb sehr großgewachsen ist, wurde ihre Tochter auf den Namen Maha Kumari getauft. Der Name lehnt sich auch an die Bedeutung Thi Ha Phyus Namen "weiße Prinzessin" an. Der Name der Tochter bedeutet "Große Prinzessin". Vater ist Zuchtbulle Bindu.

Verzicht auf weitere Zucht[]

Die Matriarchin der Kölner Herde war seit 2007, als sie das Jungtier Maha Kumari geboren hat, nicht mehr in Hitze zum Bullen gelassen worden. Der Kurator und Zootierarzt Dr. Behlert wollte ihr ein weiteres Kalb ersparen, denn aufgrund ihrer verformten Vorderfüße konnte sie nur eingeschränkt laufen bzw. sich bewegen.

Rolle als Großmutter[]

Am 26.01.2017 gebar Maha Kumari ein kleines Bullkalb, das den Namen Jung Bul Kne bekam, und machte Thi Ha Phyu damit zur Großmutter, die sich fürsorglich um ihren Enkel kümmerte.

Leben im Zoo Kopenhagen[]

Thi Ha Phyu hat den Zoo Richtung Kopenhagen am 12.09.2019 verlassen. Mit ihr gingen ihre Tochter Maha Kumari und ihr Enkelsohn Jung Bul Kne. Die Überstellung erfolgte am 13.9.2019. Alle Elefanten sind gut angekommen und gewöhnten sich an die neue Umgebung. Auch im Zoo Kopenhagen hat Thi Ha Phyu oft gewebt.

Tod[]

Neben Schmerzen aufgrund von Beinproblemen, die behandelt werden mussten, litt Thi Ha Phyu zuletzt auch an einer Infektion des Verdauungstraktes. In ihren letzten Tagen wurde sie - anscheinend mit Tochter und Enkel - von den übrigen Tieren abgesondert. Am 03.12.2019 verstarb Thi Ha Phyu an den Folgen einer Darmentzündung nach nur knapp drei Monaten Aufenthalt im Zoo Kopenhagen.

Sie hinterlässt ihre Tochter Maha Kumari und ihren Enkel Jung Bul Kne. Im Gefüge der Kopenhagener Elefantengruppe ist Maha Kumari nunmehr die rangniedrigste Kuh nach den beiden Zuchtkühen Kungrao und Surin.

Beschreibung[]

Thi Ha Phyu war ein hoch gewachsenes Tier mit knochigem Körperbau. An beiden Hinterseiten hatte sie Tätowierungen, die für Arbeitselefanten typisch sind. Weiterhin auffällig waren ihre langen Beine und krummen Vorderbeine. Sie hat eine hohe Stirnfalte und weiße Flecken, die von der Stirn bis in den Rüsselansatz liefen.


Literatur[]

  • Rath, Christiane: Die Elefanten zu Köln, Köln, 2008, bes. Porträt auf S. 38.
  • Vom Zoo Köln, D, in den Zoo Kopenhagen, DK, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 35 (März 2020), S. 42, kritischer Bericht zur Überführung von Thi Ha Phyus Familie nach Kopenhagen.
  • Zoo Kopenhagen: 0,1 Asiatischer Elefant, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 35 (März 2020), S. 39, Bericht zum Tod von Thi Ha Phyu.

Weblinks[]

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