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*Alfred-Brehm-Haus (Raubkatzen)
 
*Alfred-Brehm-Haus (Raubkatzen)
 
*Dickhäuterhaus (Elefanten, Seekühe und Nashörner)
 
*Dickhäuterhaus (Elefanten, Seekühe und Nashörner)
*Bärenanlagen aus Felsengestein
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*Bärenanlagen aus Felsengestein (betrifft mittlerweile nur noch die Anlage der Eisbären, die Brillenbäranlage wurde artgerecht umgestaltet)
 
*Erweiterungsgelände Gebirgstieranlagen
 
*Erweiterungsgelände Gebirgstieranlagen
 
*Giraffenhaus
 
*Giraffenhaus

Version vom 15. August 2012, 20:27 Uhr


Der Tierpark Berlin ist mit einer Fläche von 160 Hektar der größte Landschaftstiergarten Europas und befindet sich im Berliner Ortsteil Friedrichsfelde im Osten Berlins. Der Tierpark Berlin wurde am 2. Juli 1955 eröffnet. Er entstand aufgrund der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und der Tatsache, dass der Zoo Berlin zu dieser Zeit im britischen Sektor Berlins lag und somit nach dem Bau der Berliner Mauer für die Berliner Ostberlins nicht mehr erreichbar war. Zudem fehlte der Hauptstadt der DDR eine eigene zoologische Einrichtung. Der Tierpark Berlin zeichnet sich durch weitläufige Gehege aus, die Haltung großer Herden von Huftieren ist typisch für den Tierpark. Mehr als 8700 Tiere in über 1000 Arten präsentieren sich in großzügigen Gehegen. In den Gesamtkontext passende Gartenanlagen verstärken den Eindruck eines Parks.

Tierparkgründer war Heinrich Dathe, die heutige Leitung fällt Dr. Bernhard Blaszkiewitz zu. In der Zoo-Doku Panda, Gorilla & Co. wird neben dem Zoo Berlin auch über den Tierpark berichtet.

Gebäude und Gehege

  • Alfred-Brehm-Haus (Raubkatzen)
  • Dickhäuterhaus (Elefanten, Seekühe und Nashörner)
  • Bärenanlagen aus Felsengestein (betrifft mittlerweile nur noch die Anlage der Eisbären, die Brillenbäranlage wurde artgerecht umgestaltet)
  • Erweiterungsgelände Gebirgstieranlagen
  • Giraffenhaus

Landschaftspark

Der historische Teil des Tierparks wird durch das Schloss Friedrichsfelde und seine Gart
Tierpark Berlin1

Weitläufige Anlage der Trampeltiere

enanlagen bestimmt. Der von Peter Joseph Lenné 1821 umgestaltete Landschaftspark wurde weitgehend erhalten und den Bedingungen eines zoologischen Parkes angepasst, denn der Berliner Tierpark ist vor allem ein Park. Breite Alleen, möglichst naturbelassene Waldbestände und großzügige Tieranlagen, die oft nur durch Wassergräben vom Besucher getrennt sind, prägen vor allem den alten Teil des Tierparks. Teich- und Wiesenanlagen erweitern die Vielfalt des Parks.

Elefantenhaltung

Als einziger Zoo in Deutschland hält der Tierpark Berlin eine Zuchtgruppe asiatischer und afrikanischer Elefanten. Rund um das gewaltige 1989 eröffnete "Dickhäuterhaus" (Fläche: 6000 qm!) sind jeweils zwei Aussenanlagen mit Sandböden für beide Elefantenarten angelegt.

In den letzten Jahren gab es einen richtigen Boom in der Elefantenzucht im Tierpark mit mehreren Geburten - sowohl bei Afrikanern als auch Asiaten. Allein im Frühjahr 2005 gab es drei neugeborene Elefantenkälber zu bestaunen.
Tierpark Berlin2

Das Dickhäuterhaus von oben

Gesamtanlage

Rund um das "Dickhäuterhaus" liegen drei große Gehegekomplexe -jeweils einer für die asiatischen, einer für die afrikanischen Elefanten und einer für die Nashörner. Für beide Elefantenarten sind jeweils ein großes Herdengehege und ein kleineres Bullengehege vorhanden. Die Gesamtfläche der Aussenanlagen beträgt etwa 7.500 qm. Die Herdengehege sind jeweils etwa 2500 qm, die Bullengehege etwa 1200 qm groß.

Elefantenhaus

Allein schon durch seine Größe wirkt das "Dickhäuterhaus" im Tierpark Berlin beeindruckend. Das 1989 eröffnete Haus hat eine Grundfläche von 6000 qm. Außer den afrikanischen und asiatischen Elefanten beherbergt es an Großtieren noch Panzernashörner und Seekühe. Die Stallboxen der beiden Elefantenarten sind jeweils gleich aufgebaut: An ein zentrales Badebecken schließen sich zur linken zwei Boxen für den Elefantenbullen und rechts zwei Boxen für die Kühe an. Zusätzlich ist noch jeweils eine nicht einsehbare Stallbox vorhanden, die sich an den Bullenbereich anschließt. Aufgrund des Wachstums der beiden Herden musste diese ursprüngliche Einteilung aber modifiziert werden. So ist bei beiden Arten jeweils eine ürsprünglich für die Bullen gedachte Box nun von Kühen (und Kälbern) besetzt. Im Bereich der afrikanischen Elefanten steht eine Kuh im Vorbereich des Badebeckens.

Hier zeigt sich auch ein Nachteil des Hauses: Die Standfläche ist vergleichsweise klein und steht in keiner Relation zur Gesamtgröße des Hauses. Obwohl zwar prinzipiell eine reine Boxenhaltung möglich wäre, verzichtete der Tierpark lange nicht auf die Ankettung der Elefanten im Haus, bis Ende 2007 die Kettenhaltung bei den Afrikanischen Elefanten abgeschafft wurde. Die Asiaten folgten.

Die Afrikanischen Elefanten

Tierpark Berlin4

Anlage der Afrikanischen Elefanten

Der Tierpark Berlin ist einer der wenigen Tiergärten Deutschlands, die Erfolge in der Zucht afrikanischer Elefanten aufweisen können. Seit 1999 wurden im Tierpark sieben afrikanische Elefanten geboren. Vater aller afrikanischen Kälber ist der 1985 geborene Tembo. Er wurde zusammen mit Bibi und Sabah in den 1980ern aus Simbabwe importiert, während die ältere Elefantenkuh Dashi schon seit 1969 im Zoo ist. Mafuta und Pori kamen in den 1990ern aus dem Zoo Magdeburg und Lilak aus dem Zoo Berlin (der seitdem nur noch asiatische Elefanten hält).

Von den 1999-2001 im Zoo geborenen Jungtieren lebt keines mehr in Berlin. Der Jungbulle Tutume wurde im Mai 2003, seine Halbschwester Matibi im August 2006 an den Zoo Osnabrück abgegeben. Tana ging 2008 nach Halle. Nach einer Geburtenpause von vier Jahren endete eine Elefantengeburt im Juni 2005 tragisch, als die Mutter Pori einige Stunden nach der Geburt ihr Bullkalb angriff und tötete. Umso erfreulicher, dass im Frühjahr 2006 Sabah ihren zweites Kalb, Kariba, auf die Welt brachte und auch annahm. Nach ihr kamen 2007 noch Kando und Panya im Tierpark auf die Welt. Während Kariba und Kando noch dort leben, wurde Panya mit ihrer Mutter Bibi an den Zoo Halle abgegeben.

Derzeit leben an Afrikanischen Elefanten im Tierpark Berlin:

Die Asiatischen Elefanten

Tierpark Berlin5

Die Anlage der Asiatischen Elefanten

Mit der Fertigstellung des Dickhäuterhauses konnten auch endlich Zuchtanstrengungen in Berlin unternommen werden. Nach zwei Totgeburten im Jahre 1998 (Louise und Kewa), brachte Kewa am 02. November 2001 Temi zur Welt - das erste asiatische Elefantenkalb im Tierpark Berlin. Vater war der 1989 in den Zoo gekommen Bulle Ankhor. Mittlerweile lebt Temi im Tierpark Hellabrunn in München.

Im März 2003 kamen zwei junge Kühe, Cynthia und Nova, aus dem Zoo Halle in den Tierpark. Planmäßig wurden auch beide schwanger: Novas Baby, ein Bullkalb namens Horas kam am 14.02.2005 auf die Welt, Cynthias Kalb, ein Elefantenmädchen mit Namen Cinta, am 03.04.2005. Und auch Kewa brachte am 08.05.2005 einen kleinen Bullen zur Welt, der Yoma genannt wurde. Im Dezember 2008 wurde Thuza geboren. 2009 gingen Horas, Yoma und Cinta nach Rostov am Don (Russland). Am 15.03.2010 wurde das Bullkalb Dimas geboren. Ihm folgte am 08.05.2012 sein Halbbruder Bogor und am 31.05.2012 das weibliche Kalb Pantha. Damit besteht die Gruppe der asiatischen Elefanten im Tierpark zur Zeit aus elf Tieren.

Weblinks

Elefanten im Tierpark Berlin
Asiatische Elefanten Afrikanische Elefanten
Kühe: Louise | Frosja | Astra | Kewa | Thuza (2008) | Pantha (2012) Kühe: Lilak | Pori | Kariba (2006)
Bullen: Edgar (2016) Bullen:
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