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Von 1877 - 1914 konnten die Krefelder Bürger bereits in "Tierschauen" Tiere sehen. Der Zoo Krefeld entstand 1938 auf dem Grundstück des Grotenburgschlösschens als städtischer Tierpark aus diesen "Tierschauen". In den 1960er und 1970er Jahren wurde aus dem Tierpark ein Zoo, der heute eine Fläche von 13 Hektar und einen Tierbestand von ca. 1300 Tieren aus 225 verschiedenen Arten hat.

ElefantenanlageBearbeiten

Die Elefantenhaltung in Krefeld ist seit langem überholt und genügt nicht mehr den modernen Ansprüchen - beginnend bei der nicht besonders großen traditionellen "Kuchentellerplattform"-Außenanlage bis hin zum Elefantenhaus, einem klassischen Dickhäuterhaus (zusätzlich leben Nashörner und ein Zwergflusspferd im Haus) mit kleiner Standfläche und Ankettung. Bekannt wurde die Krefelder Elefantenhaltung vor allem durch Showvorführungen der Elefanten unter der Leitung des Elefantenpflegers Wolfgang Nehring. Die Anlage (970 qm) war trist und kein Beschäftigungsmaterial vorhanden. Die Gegebenheiten im Haus (70 qm) führten dazu, dass die Tiere nachts angekettet werden mussten: d. h. vom Einsperren am Nachmittag / frühen Abend bis zum nächsten Morgen.

Nach der Abgabe von Yhetoo konnten die Bedingungen für Rhena und Mumptas verbessert werden. Das Haus wurde soweit umgebaut, dass 2 Boxen entstanden. Durch eine Mauer und Toren besteht die Möglichkeit die Boxen miteinander zu verbinden und so einen Durchlauf entstehen zu lassen. Im Januar 2010 wurden die beiden Grauen Riesen zum letzten Mal angekettet. Seit November 2010 werden die Elefanten im Geschützten Kontakt gehalten. Gleichzeitig begann man die Außenanlage, im Rahmen des Möglichen, aufzuwerten. Den Tieren werden nun regelmäßig große Menge an Ästen geboten, Sandhaufen werden aufgeschüttet und man installierte Gummiseile mit Bällen.

Somit zeigt Krefeld bei der Beschäftigung ihrer Elefanten große Kreativität: Viele verschiedenen Möglichkeiten (Vorsprünge, Baumstämme, aufgehängte Autoreifen) werden genutzt um Futter in verschiedenen Höhen anzubieten, klassische Puzzle-Feeder aus allen möglichen Materialien sind zu finden und immer wieder werden Leitungsrohre und andere Bauteile umfunktioniert.

Die beiden alten Elefantenkühe waren Teil einer Kontroverse: Der Krefelder Zoo ist städtisch und wird nicht nur teilweise durch die Stadt bezuschusst, die Stadt hat auch ein gewisses Mitspracherecht. Als der Zoo erstmals veröffentlichte Langfristig (nach dem natürlichen Ableben der beiden Kühe) keine Elefanten mehr halten zu wollen, wurde durch den Aufsichtsrat gedroht die Aufgabe der Elefantenhaltung werde eine deutliche Kürzung der finanziellen Unterstützung zur Folge haben. Grund hierfür sei der Rückschritt im Bereich Marketing. Der Zoo verliere ohne Elefanten so stark an Attraktivität, dass eine Förderung nicht mehr sinnvoll sei.

Auf diese Drohung folgte eine monatelange Auseinandersetzung mit dem Aufsichtsrat, der zwei gespaltene Lager bildete. Inzwischen ist das Ende der Elefantenhaltung nach dem Ableben von Mumptas Mahal und Rhena beschlossene Sache.

ElefantenhaltungBearbeiten

Der Krefelder Zoo beherbergte bisher 9 Elefanten: 3 Afrikaner und 6 Asiaten.

  • 1971 kamen die ersten beiden Elefantenkühe – Rhena und Mumptas Mahal –, die auch die heutigen Bewohner der Elefantenanlage sind.
  • 1977 kamen zwei Afrikanerinnen: Sanga / Samba (verstarb nach einem Beinbruch) und Duala (wurde nach Kairo weiter exportiert).
  • 1979 kam eine weitere Afrikanerin (verstarb wenig später an Wurmbefall).
  • 1980 kam die Asiatin Yheetoo, die bis Januar 2009 in Krefeld lebte und wegen Mobbings nach Belfast abgegeben wurde.
  • 1985/1986 lebte das asiatische Elefantenkalb Bernhardine ein halbes Jahr in Krefeld. Sie konnte aber nicht in dirktem Kontakt gehalten werden und lebt heute im Zoo Dublin.
  • 1992 nahm der Krefelder Zoo die asiatische Zirkus-Elefantin Zita auf. Sie verstarb 1998.

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