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Der Zoologische Garten Neunkirchen oder Neunkircher Zoo ist neben dem Saarbrücker Zoo einer der beiden saarländischen Zoos. Hier leben auf 14 Hektar Fläche rund 500 Tiere aus 100 Arten. Der Schwerpunkt des Zoos liegt bei asiatischen Tierarten. Eröffnet wurde der Zoo bereits im Jahre 1924.


Anfänge und ElefantenhausBearbeiten

Der Zoo Neunkirchen begann im Jahr 1966 mit der Elefantenhaltung. Wie für die damalige Zeit typisch gab es eine winzige Außenanlage und ein Elefantenhaus, das die ständige Ankettung der Tiere erforderte. Über fast 40 Jahre lebten die beiden damals importierten asiatischen Elefantenkühe Samba† und Chiana† in Neunkirchen. Im Gegensatz zu vielen anderen Zoos unternahm der Zoo Neunkirchen jedoch große Anstrengungen, die Haltungsbedingungen stetig zu verbessern und so wurde über die Jahre in mehreren Etappen die Außenanlage erweitert. Die ursprüngliche Außenanlage (1966) hatte ganz im Stile der Zeit nur eine winzige Auslauffläche von etwa 300 qm, nach einer Erweiterung um ein Badebecken (50 m²) im Jahre 1977 wurde die Außenanlage 1988 auf 2500 m² vergrößert. Dafür wurde ein angrenzendes Waldgebiet in Hanglage genutzt. 1997 wurde die Außenanlage noch einmal auf fast 5000 m² erweitert. Das im Sommer 2004 eröffnete moderne Elefantenhaus schafft die Voraussetzungen für eine Zukunft der Elefantenhaltung in Neunkirchen. Durch nachträgliche Modifikationen ist auch eine Haltung im geschützten Kontakt möglich. Im Zuge des Neubaus war ursprünglich wohl auch der Aufbau einer Zuchtgruppe aus vier Elefantenkühen und einem Bullen geplant.


AußenanlageBearbeiten

Das Besondere an der Neunkircher Elefantenanlage ist ihre Lage: Der größte Teil des Geheges liegt an einem recht steilen Hang, der den Elefanten mitunter sogar Kletterleistungen abverlangt. Die gesamte Anlage hat einen Naturboden und ist zum Teil sogar begrünt. Ein großer Vorteil der Hanglage ist die Möglichkeit, dass die Elefanten sich leicht hinlegen können, ein weiterer positiver Effekt ist die Beanspruchung des Bewegungsapparates der Elefanten. Seit der letzten Erweiterung im Jahre 1997 ist die Anlage etwa 5000 m² groß. Von dieser Fläche nimmt der Hang etwa die Hälfte ein. Am oberen Ende des Hanges liegt ein etwa 1500 m² Plateau. Für die Besucher wurde ein 12 m hoher Aussichtsturm ("Elefantenturm") zur besseren Übersicht über die Außenanlage gebaut. Bei den Absperrungen der Außenanlagen wurde auf gefährliche Gräben verzichtet, die Gehege sind durch Stahlseile bzw. Rohrkonstruktionen begrenzt. Ein 2002 fertig gestelltes 500 m² großes Absperr- und Ausweichgehege auf der anderen Seite des alten Hauses wurde als provisorisches Gehege während der Bauzeit des neuen Elefantenhauses genutzt, da kein Zugang zur großen Außenanlage möglich war. Es soll mittelfristig als Bullenaußenanlage Verwendung finden.


Elefantenbestand Bearbeiten

1966 kamen die ersten beiden asiatischen Elefantenkühe, Samba† und Chiana† nach Neunkirchen. Beide starben kurz nach dem Elefantenhaus-Neubau im Jahr 2005 beziehungsweise 2006. Schon im September 2005 wurde der Bestand jedoch durch die beiden Kühe Judy† und Kirsty aus dem Zoo Dublin aufgestockt. Im Jahr 2010 wurden die beiden um das weitgereiste Duo Rani† und Buria† aus dem Terra Natura Benidorm ergänzt. In den Folgejahren sind alle Tiere bis auf Kirsty an Altersleiden verstorben, sodass Kirsty, seit dem Tod ihrer letzten Gefährtin Rani† im April 2020, alleine lebt.

Die ursprünglichen Pläne in Neunkirchen eine Zuchtgruppe zu etablieren scheinen mit aktuellen Standards der Elefantenhaltung nicht mehr vereinbar. Stattdessen wäre eine Bestandserweiterung mit weiteren Non-breeder-Kühen als Gesellschaft für Kirsty und eine Fortführung des Seniorenresidenz-Prinzips sinnvoll.

Dies soll nun auch zügig realisiert werden, da der Zoo Leipzig direkt nach dem Tod Ranis† den Zoo Neunkirchen zwecks der Aufnahme zweier Kühe aus dessen Bestand angefragt hat[1]. Welche Tiere genau es sind ist noch offen. Der Direktor des Neunkirchner Zoos stellte aber klar, dass sich die Tiere verstehen müssten. Demnach dürfte es sich nur um Hoa und Trinh handeln, da die dritte in Frage kommende Kuh Saida mit beiden unverträglich ist.


WeblinksBearbeiten

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